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Mehr als sieben Milliarden Menschen bietet die Erde eine Heimat. Bis zum Jahr 2050 sollen nochmals zwei Milliarden hinzukommen. Dass eine stetig wachsende Weltbevölkerung mit einem steigenden Wachstum des materiellen Wohlstandes und des damit verbundenen Energie- und Ressourcenverbrauchs mit einer nachhaltigen Entwicklung dauerhaft nicht vereinbar ist, liegt hierbei auf der Hand. Deshalb ist ein Nachdenken über Postwachstumsgesellschaften unumgänglich. Diese Gesellschaften ermöglichen dem einzelnen Bürger ein glückliches Leben – ohne auf eine Steigerung des materiellen Wohlstandes angewiesen zu sein.

In einer Postwachstumsgesellschaft würde das Streben nach materiellem Wohlstand als gesellschaftliches sowie individuelles Lebensziel wegfallen. In einem Land wie dem gegenwärtigen Deutschland, das sehr hohe Lebensstandards bietet, ist es schwer, die Lebenszufriedenheit durch Steigerungen des materiellen Wohlstandes weiter zu erhöhen. Alternative Lebensziele könnten an dessen Stelle rücken, um das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit der Menschen zu sichern. Doch inwieweit lässt sich dieses Modell realisieren, wenn die Steigerung des materiellen Wohlstands kein erstrebenswertes Ziel mehr wäre?

Dass das Bruttoinlandsprodukt allein nicht glücklich macht, stellte schon der ehemalige König von Bhutan, Jigme Singye Wangchuck, im Jahr 1973 fest. Das Oberhaupt des kleinen Staates zwischen China und Indien führte im selben Jahr das Bruttonationalglück als alternativen Wohlstandsindikator ein. Dabei stellte seine Hoheit vier Säulen zum Glücksprinzips auf:

Die Förderung einer sozial gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung, der Schutz der Umwelt und Förderung der nachhaltigen Entwicklung, die Bewahrung und Förderung der kulturellen Werte Bhutans sowie gute Regierungs- und Verwaltungsstrukturen und die Bekämpfung der Korruption.

Doch inwieweit ist dieser alternative Wohlstandsindikator, ein Gegenpart zum herrschenden und bestimmenden Bruttoinlandsprodukt, dem sich viele Staaten verschrieben haben, ein Medienthema in Deutschland? Wer ist hierbei Meinungsführer und in welcher Form wird das Thema in der breiten Öffentlichkeit diskutiert?

Lykke Lykke möchte genau diesen Fragen nachgehen. Das Blog beschäftigt sich mit dem Medienthema Postwachstum und trifft in Deutschland lebende Journalisten, Professoren und Experten zum Gespräch, um mit Ihnen über ein Um- und Nachdenken zu diskutieren.

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